Studien über Nahtoderfahrung

Auf dieser Seite finden Sie kommentierte Literaturhinweise. Diese Liste wird laufend erweitert und ergänzt. Aufgrund der grossen Anzahl an Ratgeberliteratur besitzt diese Auflistung keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Die Hinweise verstehen sich lediglich als beispielhafte Hinweise für die genannten Literaturtypen.

Elisabeth Kübler-Ross Raymond A. Moody
Kenneth Ring Pim van Lommel
Hubert Knoblauch Weitere Literaturhinweise

Dr. Elisabeth Kübler-Ross, Psychiaterin

Elisabeth Kübler Ross (8.7.1926-24.8.2004) war eine Psychiaterin, die in den USA lebte, jedoch in der Schweiz aufwuchs. Sie gilt als Begründerin der Sterbeforschung und beschäftige sich intensiv mit Sterbenden, mit Tod und Trauerarbeit. Auch wenn sie das Phänomen der Nahtoderfahrung nichts ins Zentrum ihrer Arbeiten rückte gelten ihre Ergebnisse ihrer Studien für Forscher, die sich diesem Thema widmen, als unabdingbar. Zur Nahtoderfahrung hat sie sich u.a. in Fernsehbeiträgen geäussert.

Die in der Folge vorgestellten Werke sind lediglich eine Auswahl Ihrer ausführlichen Arbeit, die mehr als zwanzig Bücher umfasst. Dabei spielt insbesondere der persönliche Zugang zur Thematik und der Umgang damit eine Rolle, weshalb ihre Autobiographie ebenfalls vorgestellt wird. Diese ist insbesondere im Hinblick auf ihren religiösen Hintergrund relevant, da sie mit ihren Seminaren und Forschungsergebnissen immer auch eine starke Botschaft transportierte: “Im Lauf unseres Lebens erhalten wir immer wieder Hinweise, die uns daran erinnern, in welche Richtung wir gehen müssen. Wenn wir nicht achtsam sind, treffen wir Fehlentscheidungen, die uns letztlich Elend bescheren. Wenn wir achtsam bleiben, lernen wir unsere Lektionen und geniessen ein erfülltes, guten Leben, das zu einem guten Tod führt.”

Titel Beschreibung
Das Rad des Lebens – Autobiographie (1999)
“Der Tod als Illusion” – dies als zentrale Aussage der Autobiographie – begleitet gleichsam als Hauptaussage das ganze Buch. Von einer Reihe von Schlaganfällen gezeichnet rechnet sie zum Zeitpunkt der Niederschrift dieses Buches demnächst selber sterben zu müssen. So spricht sie bereits im ersten Kapitel, dass dieses Buch “sicher ihr letztes” sein würde, womit sie aber nicht recht behielt. Aus dieser Grundhaltung heraus ist ihre Autobiographie durchaus auch als eine Art “Fazit des Lebens” zu verstehen. Die Art und Weise, wie sie ihre Erfahrungen und Erlebnisse beschreibt, scheint das Ziel zu sein, ihr Leben (und vor allem ihre selbst empfundene Eigensinnigkeit) in einen Gesamtkontext einer “Vorherbestimmung” zu setzen: “Es gibt keinen Zufall” setzt sie in diesem Sinne auch als Titel und nimmt dies auch als Begründung ihres bewegten Lebens, das auch immer wieder mit Rückschlägen und Widerständen konfrontiert war und zeigt auf, wie sie sich zu Themen wie Tod, Sterben und Religion positionierte.
Interviews mit Sterbenden (1971)
Dieses Buch, erschienen 1971, ist eines ihrer ersten Werke und verhalf ihr zum Durchbruch ihrer medizinischen Karriere. Es beschreibt ausführlich Gedanken, Ängste, Eindrücke von Sterbenden, mit denen sie gesprochen hat. Das Werk gilt als bahnbrechend für die Sterbeforschung und stellt ein (erster) Meilenstein für die moderne Forschung dar. Darin beschreibt sie die heute anerkannten fünf Phasen des Sterbens (“Nichtwahrhabenwollen und Isolierung”, “Zorn”, “Verhandeln”, “Depression” und “Zustimmung”).
Der Anspruch der Autorin an ihr eigenes Werk reduziert sich – ganz im Sinne ihrer grundsätzlichen Haltung – auf den Menschen und seine Auseinandersetzung mit dem Tod. Sie verzichtet explizit darauf, ein Lehrbuch für die Psychologie entwerfen zu wollen und möchte mit ihrem Beitrag primär das Thema “Tod” im medizinischen Umfeld, also auch das Pflegepersonal und Ärzte betreffend, und nicht zuletzt in der Gesellschaft gewissermassen zu enttabuisieren. Sie beklagt, dass Sterben “heute grausamer als früher ist, so einsam, so mechanisiert und unpersönlich, dass man zuweilen nicht mehr angeben kann, in welchem Augenblick der Tod eintritt.”

Weitere Literatur und Links:


Raymond A. Moody, geboren am 30. Juni 1944, ist ein amerikanischer Philosoph und Psychiater, der sich seit den Sechzigern und Siebzigern intensiv mit dem Thema der Nahtoderfahrung und dem Sterben auseinandersetzt.  Seine Studien sind in mehreren Büchern veröffentlicht worden, die in viele Sprachen übersetzt wurden. Er weist sich selber als “international führender Experte für Nahtoderlebnisse” aus und hat als einer der ersten Wissenschaftler versucht, das Phänomen der Nahtoderfahrung und des Sterbens systematisch zu erfassen und gilt damit als Pionier der sogenannten Thanatologie, also der wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit dem Sterben und dem Tod. Vor allem sein Buch “Leben nach dem Tod” (“Life after Life”) hat sich weltweit mehr als 13 Millionen Mal verkauft. Für das Thema sensibilisiert wurde er bereits in seinem Studium durch eine Nahtod-Erfahrung, die ein Arzt aus seinem Umfeld gemacht hatte.

Seine veröffentlichten Bücher richten sich an ein Laienpublikum und erfüllen nicht übliche wissenschaftliche Standards, die eine differenzierte Auseinandersetzung mit dem Thema voraussetzt. Aus diesem Grund wird ihm auch vorgeworfen, dass seine systematische Darstellung des Phänomens kulturelle und soziale und autobiographische Hintergründe von Betroffenen ausblendet oder zumindest in seinen Büchern nicht transparent macht.

Titel Beschreibung
Leben nach dem Tod. Die Erforschung einer unerklärlichen Erfahrung (1977)  Elisabeth Kübler-Ross lieferte dazu das Vorwort und äussert sich ausgesprochen wohlwollend über das von Moody aufgegriffene Forschungsgebiet. Moody verfasste diese Publikation basierend auf rund 150 Fälle in einem Zeitraum von fünf Jahren, die aber nicht systematisch vorgetragen werden. Bei der Aufzählung der von ihm beobachteten 15 charakteristischen Elemente, die ein Nahtoderlebnis ausmachen, zieht er punktuell Beispiele seiner Studie bei. Der Leser erfährt jedoch nichts über den Hintergrund der Befragungssituation, über kulturelle Hintergründe der Betroffenen, etc. Moody ist aber um grösstmögliche Objektivität bemüht und ist sich auch bewusst, dass eine völlig neutrale Sicht nciht möglich ist, weshalb er im ersten Teil sein Bezug zum Thema, seine religiöse Prägung und seinen persönlichen Hintergrund kurz dokumentiert. Er betont auch, dass sein Buch nicht wissenschaftlich sei, er aber auch nicht beweisen wolle, dass es ein Leben nach dem Tod gibt.
Tatsächlich ist “Leben nach dem Tod” sehr um Objektivität bemüht und bringt auch klar zum Ausdruck, dass es sich hier um die Meinung und die Eindrücke des Autors handelt. Er zeigt verwandte und angrenzende Themen auf und präsentiert diese als weitere Aspekte des Phänomens. Dies steht im Gegensatz zu seiner jüngsten Publikation “Zusammen im Licht”; auch das im Jahr 2000 angefügte Nachwort ist weniger kritisch und ist geprägt von der Aussage, dass Nahtoderfahrungen und seine Untersuchungen dazu Hinweise darauf seien, dass es ein Jenseits gibt und zur Bestätigung seiner damals formulierten Hypothese der möglichen Trennung von Geist und Körper beitrage.
Zusammen im Licht. Was Angehörige mit Sterbenden erleben (2011) Dies ist Moodys aktuellstes Buch, worin er versucht, das Phänomen der Nahtoderfahrung aus einer anderen Perspektive zu betrachten: Bekannte und Verwandte, die Sterbende begleitet haben, erzählen von erstaunlichen Erlebnissen, die sich Nahtoderfahrungen teilweise ähneln: Moody spricht von “emphatischen Erlebnissen”, also eine Art Mitempfinden und Miterleben der Empfindungen und der emotionalen Verfassung der Sterbenden. Auch hier versucht Moody, das Phänomen in verschiedene Phasen einzuteilen und Elemente aufzurastern. Moody bleibt aber – wie in seinen anderen Werken – nicht auf einer rein beschreibenden Ebene: Er versucht auch, eine Erklärung für diese Phänomene zu finden und sieht die Erlebnisse als Bestätigung dafür, dass es ein Jenseits geben muss. Seine Beispiele führt er wie in seinen anderen Büchern in einem prosaischen Stil auf und liefert Beispiele im Sinne seiner Hauptbotschaft: Es gibt ein Leben nach dem Tod. Der Leser erhält demnach kaum Informationen über den Hintergrund der erläuterten Beispiele, was seine Argumentation schwierig nachvollziehbar macht.

Weitere Literatur und Links:

  • Nachgedanken über das Leben nach dem Tod (1978)
  • Das Licht von drüben. Neue Fragen und Antworten (1989)
  • Blick hinter den Spiegel. Botschaften aus der anderen Welt. (1994)
  • Leben vor dem Leben (1997)
  • Raymond A. Moddys Website (englisch)

Dr. Kenneth King, emiritierter Psychologieprofessor und Gründer des Journal of Near-Death Studies

Kenneth Ring, geboren 1936, ist ein amerikanischer Psychologieprofessor im Ruhestand. Er fühlte sich im Jahre 1977 nach eigenen Angaben nach der Lektüre von Moodys “Life after Life” (dt.: “Leben nach dem Tod”) zur näheren Untersuchung des Phänomens inspiriert. Er wollte durch eine “wissenschaftlich besser strukturierte” Erhebung Moodys Annahmen stützen, wofür er seinerseits über hundert Fälle untersuchte. Ring hat sich vor allem im Rahmen einer Studie von Blinden oder stark sehbehinderten Menschen gewidmet, die eine Nahtoderfahrung hatten. Er kommt in seinen Studien zum Schluss, Hinweise dafür gefunden zu haben, dass die Annahme einer Reinkarnationslehre der Wahrheit entspricht. Diese Grundhaltung ist zugleich Gegenstand von Kritik: Selbst in seiner Untersuchung aus dem Jahr 1999 würde er die wissenschaftlichen Standards nicht einhalten; seine vermeintlichen Beweise seien nicht nachvollziehbar und zu wenig, bzw. zu oberflächlich dokumentiert.

Ring war 1978 Mitgründer der “International Association for Near-Death Studies” (IANDS), war dessen Präsident und gründete das “Journal of Near-Death Studies”, eine Fachzeitschrift, die sich bis heute mit dem Thema und den neuesten Erkenntnissen dazu beschäftigt. Die IANDS unterstützt u.a. Projekte, die gemäss ihrer eigenen Aussage das Ziel hat, Ärzte und Pflegepersonal auf das Thema zu sensibilisieren, um Betroffene emotional zu unterstützen und ihr Erlebnis ernst zu nehmen. Dabei geht es weniger darum, eine Interpretation des Erlebnisses zu liefern als viel mehr Aufklärungsarbeit zu leisten, dass Nahtoderfahrungen weder per se als Halluzinationen noch als mentale Krankheiten abgetan werden dürfen.

Literatur und Links:


Pim van Lommel

Pim van Lommel, geboren 1943, ist ein niederländischer Arzt und Kardiologe und beschäftigt sich seit 2003 mit der Erforschung der Nahtoderfahrungen. Er hatte eine leitende Position im Rijnstate Krankenhaus in Arnhem und ist einer der Gründer der holländischen Sektion der “International Association for Near-Death Studies” (IANDS). Aufgrund seiner Beobachtung und seiner Studien kommt er zum Schluss, “dass das Bewusstsein nicht an einen funktionierenden Körper gebunden sein kann”. Diese Aussage, die sein Buch “Endloses Bewusstsein. Neue medizinische Fakten zur Nahtoderfahrung” äusserst stark prägt, sorgte für grosse Aufregung.

 

Titel Beschreibung
Endloses Bewusstsein. Neue medizinische Fakten zur Nahtoderfahrung (2007) Pim van Lommel beschreibt zunächst seine grundsätzliche Haltung zum Phänomen der Nahtoderfahrung und macht bereits auf den ersten Seiten klar, wie er sich zur Interpratation von Nahtoderfahrungen positioniert: Sie sind Hinweis darauf, dass eine Loslösung des Geistes vom menschlichen Körper die naheliegende Folgerung ist. Er skizziert daraufhin ein Einzelbeispiel und beschreibt deren Bedeutung für den Betroffenen, bekräftigt die “zwölf universell genannten Elemente einer NTE” und deren “lebenslangen positiven Veränderungen”, die diese zur Folge hat und kommt dann auf seine eigene Studie zu sprechen, die 344 Patienten untersuchte, die einen Herzstillstand gehabt haben und überlebten, setzt diese in Bezug in medizinische Beurteilungen, kommt sogar auf die Quantenphysik zu sprechen und erörtert das Verhältnis von Gehirn und Bewusstsein. Unter Hinweis von historischen Beispielen zieht er die Rolle einer Reinkarnation in ERwägung und untestreicht die Bedeutsamkeit seiner Studien und deren Wichtigkeit für die Gesellschaft.

Weitere Literatur und Links:


Prof. Dr. Hubert Knoblauch, deutscher Soziologe

Hubert Knoblauch, geboren 1959, ist deutscher Soziologe und Professor für Theorien für moderne Gesellschaften im Fachgebiet Allgemeine Soziologie an der Technischen Universität Berlin. Knoblauch beschäftigte sich vor allem in den Neunziger Jahren mit dem Phänomen der Nahtoderfahrung und untersuchte dabei unter anderem auch den Umgang mit dem Tod in der Gesellschaft (“Thanatosoziologie”). Sein Forschungsinteresse gilt der Bedeutsamkeit der Religion in der Gegewart und deren Abhängigkeit zu sozialen und kulturellen Aspekten.

 

Titel Beschreibung
Berichte aus dem Jenseits. Mythos und Realität der Nahtod-Erfahrung (1999) Hubert Knoblauch hat in dieser inzwischen vergriffenen Publikation die nach eigenen Angaben europaweit erste grossräumig angelegte Untersuchung populärwissenschaftlich aufbereitet und nimmt den Leser auf eine Zeitreise mit, diskutiert Phänomene und Merkmale der Nahtoderfahrung und setzt diese in ein Verhältnis zur medizinisch-wissenschaftlichen Grundhaltung. Dabei ist Knoblauch – im Gegensatz zu zum Beispiel Moody oder van Lommel – nicht getrieben von einer Suche nach einer expliziten Erklärung, wie Nahtoderfahrungen im Hinblick auf eine Existenz eines Jenseits interpretiert werden müssen. Nichtdestotrotz macht er sich eher für eine kritische Haltung stark und suggeriert aufgrund seiner aufgeführten Beispiele, dass Nahtoderfahrungen im Regelfall kulturell geprägt sind. Die Beschäftigung mit dem Phänomen – durch Mediziner, Wissenschaftler und in den Medien – sei ein Indiz dafür, dass das Thema und vor allen Dingen der Umgang mit dem Tod “popularisiert” wird, also in der Öffentlichkeit verbreitet und somit enttabuisiert wird. Der grosse Erfolg zum Beispiel von Moodys “Leben nach dem Tod” scheint diese Annahme zu bestätigen.
Todesnähe. Interdisziplinäre Zugänge zu einem aussergewöhnlichen Phänomen (1999, herausgegeben mit Hans-Georg Soeffner) Die mit Hans-Georg Soeffner herausgebebene Sammelband in der Reihe “Passagen & Transzendenzen” ist gewissermassen die wissenschaftlich dokumentierte Sammelschrift zum oben erwähnten Buch. Darin finden sich verschiedene Beiträge zu den Themen “Parapsychologie, Psychologie und Neurologie der Todesnäheerfahrung” und zur “kulturellen Konstruktion der Todesnäheerfahrung”: Das Phänomen wird also aus unterschiedlichen Perspektiven analysiert. Medizinische Aspekte, psychologische Vorgänge, historische Hintergründe und Erzählungen in der Literatur geben neben der vorgestellten Ergebnisse der Datenerhebung im deutschsprachigen Raum einen vielschichtigen Überblick zum Thema.

Weitere Literatur über Nahtoderfahrung

Autor: Titel Beschreibung
Katharina Bochsler: “Ich han da inne ungehörtú ding gesehen”. die Jenseitsvisionen Mechthilds von Magdeburg in der Tradition der mittelalterlichen Visionsliteratur (1997) Bei Katharina Bochslers Abhandlung handelt es sich um die Dissertationsschrift aus dem Jahr 1997. Sie beschreibt die Visionen, die Mechthild von Magdeburg seit ihrem zwölften Lebensjahr empfängt. Diese Visionen umfassen Jenseitsvorstellungen von Himmel und Hölle, Fegefeuer und Paradies. Mechthild von Magdeburg sieht auch, wie Geistliche für ihre Untaten bestraft werden und gute Menschen im Himmel tanzen und singen. Diese Berichte über das Jenseits waren im Mittelalter äusserst beliebt: “Was die Visionärinnen und Abenteurer erleben, wird ernst genommen. Ihre Erzählungen sind den Zuhörern und Leserinnen Ansporn, ein frommes Leben zu führen. Der Respekt, der auch den Jenseitsreisenden selbst entgegengebracht wird, wirkt sich im besonderen auf die visionär begabten Frauen aus. Sie, denen aufgrund ihres Geschlechts die Predigertätigkeit versagt ist, können sich nun als Medium Gottes in der Öffentlichkeit Gehör verschaffen. Auch Mechthild von Magdeburg reiht sich stolz in die Tradition der biblischen Offenbarungsträger ein, und gerade ihre Visionen sind es letztlich, die es ihrem – wie sie selber schreibt – ungelehrten Mund ermöglichen, die männlichen Theologen zu belehren und selbstbewusst an den geistlichen Ständen Kritik zu üben.”
Allan Kellehear: Experiences Near Death. Beyond Medicine and Religion (1996) Allan Kellehear macht sich stark für eine sozialwissenschaftliche Herangehensweise, die das Phänomen der Nahtoderfahrung weder religiös zu interpretieren noch medizinisch zu deuten versucht. Viel mehr sind ihm kulturelle und soziale Aspekte wichtig. In der nur in englischer Sprache vorliegenden Publikation vergleicht er Nahtoderfarungen aus der ganzen Welt und sucht hierfür Erklärungen oder Hinweise, inwiefern die Erzählungen kulturell geprägt sind und was sie über die Sicht auf die Welt aussagen könnten.
Kellehear ist
Association for the Study of Death and Society